Heise 06.08.2026
10:30 Uhr

heise+ | KI ohne Cloud: So nutzen Sie AMD Lemonade auf Ryzen-Prozessoren


Die Gratis-Software Lemonade vereinfacht die Nutzung von KI-Modellen auf Ryzen-NPUs. Wir prüfen, welche KI-Aufgaben lokal laufen und wo die NPU scheitert.

heise+ | KI ohne Cloud: So nutzen Sie AMD Lemonade auf Ryzen-Prozessoren

Neural Processing Units sind auf KI-Berechnungen spezialisierte Hardwareeinheiten in modernen Notebook- und Desktop-Prozessoren. Sie sollen CPU- und GPU-Kerne bei der Verarbeitung von KI-Modellen entlasten, was der Akkulaufzeit und dem Energiebedarf zugutekommt. Im Unterschied zu Clouddiensten hat das zudem den Vorteil, dass die Daten auf dem eigenen PC bleiben.

Allerdings müssen Entwickler ihre Software für NPUs anpassen, weshalb bislang nur wenige Anwendungen NPUs nutzen. Alternativ kann man KI-Modelle selbst auf der NPU betreiben. Das war bislang meist ein frustrierendes Erlebnis, weil man mit fehlenden Treibern, nicht angepassten Frameworks und schlechter Dokumentation konfrontiert war. Die kostenlos nutzbare Software Lemonade von AMD verspricht, zumindest für Rechner mit modernen Ryzen-Prozessoren vieles besser und vor allem leichter bedienbar zu machen.

Die grafische Oberfläche hat AMD zusammen mit der KI-Community entwickelt und erschien kürzlich in Version 11. Lemonade stellt zahlreiche Large Language Models, Bildgeneratoren und Speech-to-Text-Modelle bereit, die primär auf der NPU von Ryzen-Prozessoren, zum Teil aber auch hybrid auf der NPU, CPU-Kernen und der Grafikeinheit laufen. Wir gehen kurz auf die Einrichtung und Bedienung ein und schauen uns an, für welche Zwecke NPUs mit Lemonade geeignet sind und wofür nicht.